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Graf Neipperg

Vinum Carpe Noctem: Graf Neipperg

Warum Weine vom Weingut Graf Neipperg

Großartiger Traditionsbetrieb. Legendäre Lemberger und Spätburgunder. Besonders empfehlenswert ist die 10-15€-Klasse, wo schon das ganze Können des Erzeugers und das Potenzial der einheimischen Gewächse klar erkennbar wird. Für Puristen!

Das sagt der Winzer über sich selbst

Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung eines Weinbaues im heutigen Landesteil Württemberg erfolgt 766 mit Böckingen, welches knapp 2 km entfernt ist vom Schlößchen und der Ortschaft Klingenberg (beide Orte Böckingen und Klingenberg, sind heute nach Heilbronn eingemeindet). Das Schlößchen steht auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Höhenburg. Es ist seit dem 15. Jahrhundert im Besitz der Neippergs.

Dieser ersten Nennung in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts folgen wenige Jahre später solche in zwei Seitentälern des Neckars, die von Schwaigern im Tal der Gartach und die von Cleebronn (793) im Tal der Zaber (976).

Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts beginnt der Weinbau, die Täler zu verlassen und die Rodungen an den Südhängen mancher Höhenrücken beginnen. Zu diesen „neuen“ Weinbergslagen zählen die Neipperg’schen Lagen „Neipperger Schloßberg“ und „Schwaigerner Ruthe“. Die Aufgabe der Weinberge in den Tälern und deren Neuanlage an den Südhängen dürfte wesentlich durch eine Klimaänderung bestimmt worden sein, die sich wohl in einem vermehrten Auftreten von Spätfrösten abzeichnete. Die höhere Sonnenintensität der Südhänge wie auch die höhere Lage half den Übeln einer Klimaverschiebung sicherlich ab.

Nach dem 30-jährigen Krieg beginnt die scharfe Trennung von Weißwein und Rotwein bei Ernte und Ausbau. Neue Rebsorten werden eingeführt, wie der tiefrote Lemberger, der gelbe Traminer, der weiße Ruländer und manche andere Rebsorten, die bis dahin wenig im Lande angebaut wurden. Auch der Trollinger, ein Rotwein – wohl einst der Tirolinger genannt – weist auf das ferne Heimatland einer Rebsorte hin. Der Weißwein erfährt besondere Nachfrage und Förderung, der Rotwein bleibt aber in seiner Vorrangstellung im -Neipperg’schen Land erhalten. Der Lemberger gar – von den Neippergs eingeführt – war bis vor 50 Jahren so gut wie ausschließlich nur im alten Neipperg’schen Territorium, angebaut und ist bis heute ein roter Spitzenwein der Gegend, vor allem der Gräfl. Neipperg’schen Weingüter, geblieben.

Neipperger Schloßberg
Unmittelbar unterhalb der beiden romanischen Wehrtürme der Stammburg der Familie beginnt der Neipperger Schloßberg, der sich um die steilen Hänge des Burgberges herum zieht und bis zu dessen Hochfläche hinaufreicht. In seinen kostbaren steilen Lagen wird vorwiegend der Lemberger und der Riesling angebaut, während in seinen höheren und etwas ebeneren der Traminer, Burgunder und Schwarzriesling kultiviert wird. Auf der Höhe ist der Standort karg, aber warm, welches der Finesse des Weines zugute kommt, während an den steilen Hängen ein tiefgründiges Gemisch des Keupers den Reben Kraft und Leiblichkeit verleiht.

Schwaigerner Ruthe
Auch sie ist, wie der Neipperger Schloßberg, eine Rodung in steiler Hanglage aus den ersten Jahren des 13. Jahrhunderts. Sie liegt einen guten Kilometer von der Burg Neipperg entfernt, doch wurden die Weine dieser Lage immer in Schwaigern gekeltert, wofür sogar ein eigenes Keltergebäude im frühen Mittelalter errichtet worden war. Die Hänge dieser Lage sind wiederum bepflanzt mit den Haupt-Sorten des Weingutes, Riesling, Lemberger und Traminer; hinzu tritt der Trollinger, ein unabtrennbares Glied der „roten Rebgesellschaft“ unseres Landes.

Klingenberqer Schloßberg
Während der Neipperger Schloßberg wie die Schwaigerner Ruthe geologisch dem Keuper zuzuteilen ist, ist der Klingenberger Schloßberg eine Auflagerung des fruchtbaren Lößlehms auf Muschelkalkgestein. Es ist ein Standort, der in besonderer Weise dem Riesling angemessen ist. Von Klingenberg aus erfolgte im 17. und 18. Jahrhundert der Versand Neipperg’scher Weinkostbarkeiten nach Wien: Neckaraufwärts, soweit die Pferde den Nachen ziehen konnten, weiter per Ochsen und Achse, über die Alb und schließlich ab Ulm mit der Ulmer Schachtel die Donau abwärts. Dem Besitzer fällt es schwer, eine Wertung der Lagen vorzunehmen, denn jede trägt ihre besonderen Merkmale, vor allem die Schwaigerner Ruthe und der Neipperger Schloßberg sind zwei Lagen, die vom Standort her, wie auch von den Rebsorten, gleich große und tiefgründige Rot- und Weißweine hervorbringen.

Die flächenmäßig kleinste Lage ist der Klingenberger Schloßberg an den Hängen zum Neckar. Auch eine Besonderheit des Weingutes ist die Erziehung der Rebstöcke auf Querterrassen, die sowohl der Bearbeitung besonders dienlich sind, wie sie darüber hinaus die Abtragung von Boden und Humus verhindern, eine Aufgabe, die einst auch die vielen Weinbergsmauern erfüllen sollten.

Château Canon la Gaffelière
Der Erwerb dieses Châteaus ist kein Seitensprung des heutigen Besitzers der Schwaigerner, Neipperger und Klingenberger Weinberge, als vielmehr der Wunsch eines Weingärtners, in seinem Metier zu bleiben, um dabei die europäische Wirtschaftsgemeinschaft auch von Schwaigern, Neipperg und Klingenberg aus mit Inhalt zu versehen

Château Canon la Gaffelière ist ein Grand Cru Classé, der seinen festen Platz unter den ganz großen Weinen von St. Emilion hat. Der Rotwein dieses Châteaus, auf einer Rebfläche von 20 ha gewachsen – wobei jeder Hektar nur eine bestimmte Traubenmenge erzeugen darf – wird im Château gekeltert und in jenen Barriques, das sind Fässer mit 225 Liter Inhalt, in zweijähriger Reifezeit ausgebaut, ehe er zur Füllung gelangt, um heute eine weit verbreitete Kundschaft in aller Welt zu erreichen.

Einstmals, als die Flasche noch nicht der „Stückelung“ des Weines zur Verfügung stand, dienten die Barriques auch dem Versand zu Schiff ab Bordeaux, bis dieser edle Wein zu seinen Genießern, den Herren an der Themse, gelangte. Für den, der die Geschichte liebt sei nämlich nachgetragen, dass St. Emilion im alten Herzogtum Aquitanien lag, welches durch Heirat an die Krone Englands gelangte. Als schließlich Jeanne d’Arc für den Fall Auquitaniens an die Krone Frankreichs sorgte, blieb weiterhin der Wein aus St. Emilion mit seinen Spitzengewächsen den „großen Briten“ zugeordnet, denn für sie war das Leben auf der nebeligen Insel ohne diese Köstlichkeit aus dem französischen Süden kaum mehr denkbar.

Neipperger Schloßberg
Unmittelbar unterhalb der beiden romanischen Wehrtürme der Stammburg der Familie beginnt der Neipperger Schloßberg, der sich um die steilen Hänge des Burgberqes herum zieht und bis zu dessen Hochfläche hinaufreicht. In seinen kostbaren steilen Lagen wird vorwiegend der Lemberger und der Riesling angebaut, während in seinen höheren und etwas ebeneren der Traminer, Burgunder und Schwarzriesling kultiviert wird. Auf der Höhe ist der Standort karg, aber warm, welches der Finesse des Weines zugute kommt, während an den steilen Hängen ein tiefgründiges Gemisch des Keupers den Reben Kraft und Leiblichkeit verleiht.

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